Masterclass Allparteilichkeit

A_MMM | mediation modern

Zwischen Resonanz, Differenz und fairer Verfahrensführung

Allparteilichkeit gehört zu den anspruchsvollsten Haltungen der Mediation. Sie verlangt, Unterschiedlichkeit ernst zu nehmen, ohne in Parteilichkeit zu kippen, Resonanz wahrzunehmen, ohne sich vereinnahmen zu lassen, und Führung auszuüben, ohne Fairness zu verlieren.

Die Masterclass Allparteilichkeit vertieft Allparteilichkeit als professionelle Balancierungsleistung im Spannungsfeld von Nähe, Schutz, Führung und Unterschied. Sie fragt nicht nur nach Haltung, sondern nach einer Praxis fairer und differenzsensibler Verfahrensführung.

A_MMM | mediation modern – Masterclass Allparteilichkeit

Worum es in dieser Masterclass geht

Ausgehend vom Ad_Monter Meta Modell wird Allparteilichkeit nicht als moralische Formel, sondern als Prozesskunst verstanden. Die Masterclass richtet den Blick auf jene Situationen, in denen sich entscheidet, ob der Dritte Unterschiede fair hält, Asymmetrien angemessen wahrnimmt und Beziehungen so führt, dass Verständigung möglich bleibt.

Dabei geht es um innere Neigungen, Resonanzen und Schutzimpulse ebenso wie um die konkrete Gestaltung des Zwischenraums und die Frage, wie faire Verfahrensführung in konfliktbelasteten Systemen erfahrbar wird.

Themenfelder

Gegenstand und Rahmung

Wessen Beschreibung bekommt früh Geltung? Und wie lässt sich der Gegenstand in den Raum bringen, ohne verdeckte Allianzbildungen zu erzeugen?

Innere Allparteilichkeit

Wie lassen sich Sympathie, Irritation, Schutzimpulse und Resonanzen wahrnehmen, ohne ihnen unbemerkt zu folgen?

Fairness im Zwischenraum

Wie kann der Dritte schützen, unterbrechen, spiegeln und konfrontieren, ohne zu entmündigen oder Unterschiede vorschnell zu glätten?

Gestaltung trotz Asymmetrie

Wie wird Allparteilichkeit in Entscheidungen und Vereinbarungen wirksam – gerade dort, wo Macht, Verantwortung und Verletzlichkeit ungleich verteilt sind?

Format

Die Masterclass verbindet vier Webinare à 3 Stunden. Verbindende Begleitung im A_MMM Campus. Beobachtungsaufträge, Fallvignetten, Transkriptausschnitte und Reflexionsräume helfen dabei, Allparteilichkeit nicht nur als Ideal, sondern als konkrete professionelle Praxis zu vertiefen.

So entsteht ein Arbeitsraum, in dem Resonanz, Differenz und Verfahrensverantwortung in ihrer wechselseitigen Spannung genauer bearbeitet werden können.

Rahmen

4 Webinare à 3 Stunden
Verbindende Begleitung im A_MMM Campus
Kleine exklusive Gruppe
Max. 8–10 Teilnehmende

Die erste Durchführung ist für Mai/Juni 2027 vorgesehen. Konkrete Termine und Teilnahmebeitrag werden mit Öffnung der Anmeldung bekanntgegeben.

Zum Campus

Leitung

Die Masterclasses von A_MMM | mediation modern werden von Gustav Wurm und Elisabeth Wurm gemeinsam gestaltet. In ihrer Arbeit verbinden sie fachliche Präzision, didaktische Erfahrung und eine mediativ geprägte Prozesssensibilität, in der Struktur, Sprache, Beziehung und Reflexion nicht voneinander getrennt werden.

Gustav Wurm

Ist eingetragener Mediator (BMJ), Erwachsenenbildner (wba), Unternehmensberater und Initiator des Ad_Monter Meta Modells. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Mediation, Governance und systemischer Prozessbegleitung. Er verbindet dialogische Feinarbeit mit struktureller Klarheit und begleitet Menschen in komplexen Konflikt-, Übergangs- und Entscheidungssituationen. Zum Profil von Gustav Wurm

Elisabeth Wurm

Ist eingetragene Mediatorin (BMJ), Juristin, Unternehmensberaterin und Erwachsenenbildnerin. Sie verbindet juristische Klarheit mit systemischer Beziehungssensibilität und begleitet Menschen in komplexen Konflikt-, Lebens- und Entscheidungssituationen mit Präsenz, Struktur und Vertrauen in das Potenzial von Beziehung. In die Masterclasses bringt sie eine klare, zugewandte Perspektive auf Veränderung, Verantwortung und würdige Prozessbegleitung ein. Zum Profil von Elisabeth Wurm