Masterclass Freiwilligkeit

A_MMM | mediation modern

Vom formalen Ja zur inneren Beteiligung

Freiwilligkeit gehört zu den Grundbegriffen der Mediation. Und doch zeigt die Praxis immer wieder, dass formale Zustimmung und innere Beteiligung nicht identisch sind. Menschen können einem Verfahren zustimmen, ohne innerlich bereits in ihm angekommen zu sein. Sie sind anwesend, aber noch nicht wirklich beteiligt. Genau an dieser Schwelle beginnt eine vertiefte mediative Wahrnehmung.

Die Masterclass Freiwilligkeit widmet sich dieser oft unterschätzten Prozessfrage. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Freiwilligkeit nicht nur als Voraussetzung, sondern als prozesshafte Qualität innerer Beteiligung verstanden werden kann – zwischen Zustimmung, Schutz, Ambivalenz, Beziehungserfahrung und Mitgestaltung.

A_MMM | mediation modern – Masterclass Freiwilligkeit

Worum es in dieser Masterclass geht

Ausgehend vom Ad_Monter Meta Modell arbeiten wir entlang der Admonter Raute. Dabei wird Freiwilligkeit nicht pauschal betrachtet, sondern feldbezogen differenziert: als Zustimmung zum Gegenstand und zum Verfahren, als Bewegung innerer Selbstklärung, als Beziehungserfahrung im Zwischenraum und schließlich als mitgetragene Gestaltung des Weiteren.

Die Masterclass richtet sich an erfahrene Mediator:innen, Konfliktberater:innen und andere professionell mit Verständigungsprozessen befasste Personen, die ihre Wahrnehmung an einer besonders sensiblen Schwelle mediationsförmiger Arbeit vertiefen möchten.

Themenfelder

Zustimmung und Beteiligung

Wozu genau wird in einer Mediation eigentlich Ja gesagt? Und wie unterscheiden sich formale Zustimmung und innere Beteiligung?

Schutz und Ambivalenz

Wann ist fehlende Bereitschaft Ausdruck von Widerstand – und wann von Schutz, Vorsicht oder innerer Unzugänglichkeit?

Beziehungserfahrung

Wie entsteht ein Zwischenraum, in dem Beteiligung weniger riskant wird und Menschen sich allmählich auf Klärung einlassen können?

Mitgestaltung

Woran zeigt sich am Ende eines Prozesses, dass Gestaltung wirklich getragen und nicht bloß hingenommen wird?

Format

Die Masterclass erstreckt sich über acht Wochen und verbindet vier Webinarphasen à drei Stunden mit einer vertiefenden Begleitung im A_MMM Campus. So entsteht kein punktuelles Webinarformat, sondern ein konzentrierter Arbeitsprozess, in dem Wahrnehmung, Reflexion und Praxisbezug über die einzelnen Termine hinaus weitergeführt werden.

Die Webinare verbinden gemeinsame thematische Verdichtung im Plenum mit strukturierten Arbeitsphasen in Kleingruppen. Zwischen den Live-Terminen vertiefen Leittexte, Fallvignetten, Reflexionsaufträge und ausgewählte Nachklänge die gemeinsame Arbeit. Der A_MMM Campus dient dabei nicht bloß als Materialablage, sondern als strukturierter Lern- und Reflexionsraum, in dem sich das im Webinar Angestoßene weiter entfalten kann.

Fortbildung

Der Gesamtumfang der Masterclass beträgt 24 Fortbildungseinheiten. Davon entfallen 16 LE auf die Live-Webinare und 8 LE auf strukturierte Vertiefungs- und Reflexionsphasen im A_MMM Campus.

Zu diesen begleiteten Reflexionsphasen zählen insbesondere die Arbeit mit Leittexten und Reflexionsaufträgen, eine kurze schriftliche Reflexionsarbeit zu einer eigenen oder exemplarischen Fragestellung aus der mediativen Praxis im Kontext des Themas Freiwilligkeit sowie die Verdichtung dieser Arbeit im letzten Webinar.

Für die Teilnahme wird eine entsprechende Bestätigung im Sinne des ZivMediatG ausgestellt.

Rahmen

4 Webinare à 3 Stunden (16 Live-LE)
8 LE strukturierte Vertiefungs- und Reflexionsarbeit im A_MMM Campus
Kleine Gruppe
Max. 10 Teilnehmende

Freitag, 2. Oktober 2026
Freitag, 23. Oktober 2026
Freitag, 6. November 2026
Freitag, 20. November 2026
jeweils 13:30–16:30 Uhr

Der Gesamtumfang der Masterclass beträgt 24 Fortbildungseinheiten. Für die Teilnahme wird eine entsprechende Bestätigung im Sinne des ZivMediatG ausgestellt.

Teilnahmebedingungen und Teilnahmebeitrag werden mit Öffnung der Anmeldung bekanntgegeben.

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Leitung

Die Masterclasses von A_MMM | mediation modern werden von Elisabeth Wurm und Gustav Wurm gemeinsam gestaltet. In ihrer Arbeit verbinden sie fachliche Präzision, didaktische Erfahrung und eine mediativ geprägte Prozesssensibilität, in der Struktur, Sprache, Beziehung und Reflexion nicht voneinander getrennt werden.

Elisabeth Wurm

Ist eingetragene Mediatorin (BMJ), Juristin, Unternehmensberaterin und Erwachsenenbildnerin. Sie verbindet juristische Klarheit mit systemischer Beziehungssensibilität und begleitet Menschen in komplexen Konflikt-, Lebens- und Entscheidungssituationen mit Präsenz, Struktur und Vertrauen in das Potenzial von Beziehung. In die Masterclasses bringt sie eine klare, zugewandte Perspektive auf Veränderung, Verantwortung und würdige Prozessbegleitung ein.

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Gustav Wurm

Ist eingetragener Mediator (BMJ), Erwachsenenbildner (wba), Unternehmensberater und Initiator des Ad_Monter Meta Modells. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Mediation, Governance und systemischer Prozessbegleitung. Er verbindet dialogische Feinarbeit mit struktureller Klarheit und begleitet Menschen in komplexen Konflikt-, Übergangs- und Entscheidungssituationen.

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Interesse / Vormerkung

Wenn Sie sich für die Masterclass Freiwilligkeit interessieren, können Sie sich hier vormerken oder eine erste Anfrage übermitteln.

Die Nachricht dient einer ersten Kontaktaufnahme und hilft uns, Interesse, fachlichen Hintergrund und organisatorische Fragen frühzeitig einzuordnen.

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